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Ziegeleiverein

"Udos Pausenbank"

Udo Höppner beim Arbeiten an der Rampe zum StrandBesucher des Naturerlebnisraumes Zie­ge­lei kennen ihn vielleicht – den Mann, der in aller Ruhe auf dem idyllischen Flecken an der Schlei  herumpusselt. Der die Strandfläche von Steinen befreit, der an den Wanderwegen nach dem Rechten sieht und immer wieder auch größere Arbeiten auf dem Gelände verrichtet. Es ist Udo Höppner, der viel Freizeit für den Verein zur Betreuung des Naturerlebnisraumes Ziegelei auf dem Gelände an der Schlei verbringt. Jetzt hat der Vorstand des Vereins sich dafür bedankt. Er hat ihm eine Picknickbank gewidmet, die kleine Plakette „Udos Pausenbank“ weist sie aus. „Ein herrlicher Platz, um hier mein Butterbrot zu essen, vielleicht mit einem Bier, oder am Abend mit einem Glas Wein“, sagt Udo Höppner und freut sich über die Geste.

Die Ziegelei - ein idyllischer Rastplatz für Radwanderer

Seit August 2009 ist der ehemalige Schiffsführer bei der Marine im Ruhestand. Schon vorher hat er gemeinsam mit den Mitgliedern des Vereins zur Betreuung des Naturerlebnisraumes bei „Aufräum­arbeiten“ mitgemacht. „Es bringt einfach Spaß, in der Natur zu werkeln“, sagt er. Auf Anregung vom Vereinsvorsitzenden Uwe Philipp verlängert er gerade die Rampe zum Strand, damit auch Roll­stuhl­fahrer gefahrlos hinunter kommen können.

Vor der Böschung liegt ein großer Steinwall als Wellenbrecher, auch ein Werk von Udo Höppner, wie auch die freigelegten und wieder erkennbaren Fundamente einiger ehemaliger Trockenschuppen der einst­maligen Ziegelei. Es sei doch eine schöne Freizeitgestaltung, meint der 66jährige Udo Höppner. Denn es sei ja nicht nur Arbeit. Und dann erzählt er von den Kanufah­rern, die im Som­mer dort anlegen und einen Plausch mit ihm halten, oder von netten Gesprä­chen mit Fahrradwanderern und Spaziergängern, die er dort antrifft, oder von den  Kinder, die zum Spielen kom­men und sie wie er dort gern schwim­men gehen. Es sei doch schön, wenn sie hier unbe­kümmert toben können, meint er. Mit den Jugend­lichen aus dem Dorf macht er gern mal ein Lager­feuer. Und er legt auch schon mal Holz an die Feu­erstelle, damit auch Wanderer am Feuer eine Rast machen können. „Ich bin aber kein Sheriff auf dem Gelände, das möchte ich auch nicht sein“, betont er.

Das Gelände der ehemaligen Ziegelei Borgwedel hat die Gemeinde vor Jahren gekauft. Mittlerweile ist es zum Naturerlebnisraum ausgewiesen und Teil des „Industriemuseum Schleswig“, einem Projekt, das das industrielle Kulturerbe der Region ins Blick­feld rückt. Der Ziegeleibetrieb wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet und in den Jahren 1952-53 stillgelegt.

Um den Naturerlebnisraum kümmert sich ein Verein, deren Mitglieder überwiegend aus der Gemeinde kommen. „Es gibt noch tausend Sachen, die gemacht werden können“, meint Udo Höppner, fügt aber gleich hinzu, dass alles sehr bedacht getan werden müsse, denn das Gelände solle naturbelassen bleiben.

Nach der Arbeit sich einmal „recken“ auf der eigenen „Pausenbank“

Für dieses Jahr hat der Verein sich die Fußboden­sanierung des Trockenschuppens vorgenommen. Im Mai möchte er eventuell einen  botanischen Spaziergang unter fachkundiger Führung anbieten. Im vergangenen Jahr war es die Vogelstimmen, die beim Wandern durch das Gelände erkannt werden sollten. Überlegungen gibt es auch, ein Insekten­hotel aufzustellen, Kästen für die Fledermäuse gibt es bereits. Ein weiteres Projekt ist bereits in Arbeit: eine Boulebahn. Natürlich hat Udo Höpp­ner bereits begonnen, die Fläche abzustechen,  damit ein klein­er Bagger den Bereich auskoffern kann. Dann kommt Split als Drainage darauf und als Spielflä­che bindiger Kies. „Auf meiner Pausen­bank kann ich dann hoffentlich ein fröhliches Treiben beob­achten“, sagt Höppner. Ein Fest zur Einweihung wäre auch ganz schön.


12 Tafeln, die über die Geschichte der Ziegelherstellung, über die Vegetationsentwicklung auf einer Industriebrache und über das Leben auf der Ziegelei informieren, finden Sie hier.