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Aktuelles vom Verein zur Betreuung der Ziegelei

10 Jahre Naturerlebnisraum Ziegelei Borgwedel

Henning Kempf ging in der Begrüßung auf die Geschichte des Ziegeleigeländes ein. Der Ziegeleiverein führt in seinem Logo den Slogan „Kultur und Natur erleben“. Dieser Slogan spiegelt die beiden Pole des Naturerlebnisraums, die die Gründungsidee und die Vereinsarbeit vom Anfang bis heute bestimmen, wider. Allerdings hatte sich auch die Natur das Gelände nach jahrzehntelanger Brache zurückerobert. Insbesondere auf den früheren Tonabbauflächen hatte sich die Pflanzenwelt in einem natürlichen Prozess zu einem kleinen „Urwald“ entwickelt. Die Ausweisung des Naturerlebnisraumes wurde dann mit einer Kartierung des Geländes und einer Ausstellung mit Informationstafeln und Ausstellungsobjekten vorbereitet und verwirklicht. Besucher des Geländes können sich heute über die Geschichte der Ziegelei und der Ziegelherstellung, die Entwicklung der Natur auf dem Gelände und das dunkle Kapitel „Kriegsgefangenenlager auf dem Ziegeleigelände“ informieren. Eine Lore auf einem Schienenstrang – zwei Leihgaben des Ziegeleimuseums in Cathrinesminde – sowie Fehlbrände vom Ziegeleigelände stehen als Anschauungsobjekte im ehemaligen Trockenschuppen.

Ganz besonders dankte er Udo Höppner mit einem Präsent dafür, dass er quasi seine Freizeit auf dem Ziegeleigelände verbringt und das Gelände so hergerichtet hat wie es heute existiert.

Bürgermeister Holger Weiß ging in seinen Grußworten noch einmal zurück in die 60 Jahre: „Eine geplante Entwicklung  a la´ Damp  2000 mit vielen Ferienwohnungen und Hotels und noch mehr Beton wurde zum Glück verhindert. Als Gemeinde wollen wir das Engagement würdigen und haben uns für ein Geschenk entschieden, was zum einen als Aushängeschild für den Verein geeignet ist und zum anderen den Gedanken des Naturerlebnisraumes in sich trägt. Heraus gekommen ist dabei ein Schwalbenhotel“. So ist hier nun doch noch ein Hotel entstanden und er hofft auf gute Auslastung.

Heute erfreut sich das Gelände der ehemaligen Ziegelei großer Beliebtheit bei Anwohnern und auch bei Besuchern der Gemeinde. Mit den Veranstaltungen, die hier stattfinden, wird gute Werbung für die Sache, aber auch für die Gemeinde gemacht. Dabei gelingt es dem Verein immer wieder eine gute Balance zu finden zwischen Natur und Erlebnis in diesem Erlebnisraum.

Musikalisch wurde die gut besuchte Veranstaltung von den Schleswiger Shanty Sängern untermalt, die trotz schlechtem Wetter gute Laune verbreiteten.

Henning Kempf forderte die Anwesenden auf, auf die Kartons menschenwürdige Wünsche zu schreiben. Diese werden zu einem Torbogen durch den Künstler Helmut Klein mit seinem Team aufgestellt. „Nach dem Anzünden werden die Wünsche durch Feuer und Wind in die Atmosphäre gebracht“ so Kempf weiter.