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600-Jahr-Feier in Stexwig

Im „Notariatsinstrument“ vom 5. März des Jahres 1412 wurden die „villa Stexwick“, die „villa Selleke“ und die „villa Gedebu“ erstmals urkundlich erwähnt.

Manfred Tönsing überreicht  den Bürgermeistern die Übersetzung des Historikers Joachim Wibbing.

Ein Streit  zwischen dem Domkapitel,  dem Bischof in Schleswig und dem jeweiligen Pfarrer in Haddeby um die Zehntabgaben sorgt in diesem Jahr für große Jubiläums-Feiern in Stexwig, Selk und Güby. Denn in dem „Notariatsinstrument“ vom 5. März des Jahres 1412 wurden die „villa Stexwick“, die „villa Selleke“ und die „villa Gedebu“ erstmals urkundlich erwähnt.  Die darin enthaltenen Abgaberegelungen, unter anderem für den Kirchenbau in  Haddeby bezogen sich auf die Orte „Bustorp“, „Selleke“, „Grottendennewerke“ und „Lüttekendennewerke“. Stexwig und Güby waren von dieser Zehntregelung zwar nicht betroffen, aber die kundigen Männer Radolphus Ellen und Johannes zur Royen aus diesen Orten wohnten den Verhandlungen bei.

Dass diese historische Begebenheit jetzt bekannt wurde, ist dem Dorfchronisten Manfred Tönsing aus Stexwig zu verdanken. Er hatte die Übersetzung der mittelalterlichen Urkunde angeregt. Die Gemeinden Borgwedel mit dem Ortsteil Stexwig, Selk und Güby übernahmen die Kosten und jetzt überreichte Tönsing den Bürgermeistern der drei Gemeinden, Uwe Jensen, Borgwedel, Arne Reimer, Selk und Manfred Pohl, Güby, die Übersetzung des Historikers Joachim Wibbing. Da die auf Pergament verfasste Urkunde aus dem Jahr 1412  erhebliche Lücken durch großflächige Stock- oder Schimmelflecken aufweist, hat der Historiker den übersetzten Inhalt durch ausführliche Informationen zu den damaligen Gegebenheiten ergänzt.

600 Jahre Stexwig - Die Festtage sind vom 24.5 bis zum 27.5

Dorfchronist Manfred Tönsing hatte für die drei Bürgermeister noch eine neue Erkenntnis. Bisher, so Tönsing, sei er immer davon ausgegangen, dass das St. Johannis-Kloster  damals schon Landeigentümer von Stexwig und Selk gewesen sei. Jetzt allerdings sei zu vermuten, dass es damals eine  andere politische Situation gegeben habe. Die „überschleiischen Gebiete“ als königliche Gebiete von Kopenhagen waren offenbar im Jahre 1412 noch nicht an das St. Johannis-Kloster übergeben worden.

„Eine interessante Geschichte“ meinten auch die Bürgermeister. Sie dankten Manfred Tönsing für sein Engagement. Sie alle freuen sich auf die Feiern zum 600. Jubiläum ihrer Dörfer. In Stexwig beginnen sie am 24. Mai, in Selk am 21. Juni und in Güby am 24. August.