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600-Jahr-Feier in Stexwig

Ein besonderes Fest

„Vier Tage lang Sonnenschein, malerische Sonnenuntergänge, ein Festplatz voll fröhlicher Menschen: schöner hätte unsere Feier nicht sein können“

Die viertägige 600-Jahr-Feier in Stexwig mit Festvorträgen, Tanz, Theater, Spiel und Spaß war ein ganz besonderes Fest. Das Resümee von Bürgermeister Uwe Jensen: „Vier Tage lang Sonnenschein, malerische Sonnenuntergänge, ein Festplatz voll fröhlicher Menschen: schöner hätte unsere Feier nicht sein können“. Er dankte dem „Wettergott“  und den vielen Helfern, die die Geburtstagsfeier zu einem besonderen Erlebnis werden ließen.

 

Bürgermeister Uwe Jensen und Landrat Dr. Wolfgang Buschmann

Beeindruckt von dem „Charme“ und der aktiven Gemeinschaft zeigte sich auch Landrat Dr. Wolfgang Buschmann. Er hatte am Donnerstagabend seinen ersten öffentlichen Auftritt nach seinem Amtsantritt am Vor-mittag. „schubydu- der kleine Chor“ unter Leitung von Dr. Rolf Wichterich leitete den Festakt musikalisch ein.

Mit launigen Worten weckte Prof. Claus von Carnap-Bornhein in seinem Festvortrag das Interesse für das besondere Denkmal vor Stexwig, dem Seesperrwerk Reesholm, das, wenngleich nicht sichtbar, direkt vor dem Festgelände am Stexwiger Strand in der Schlei liegt.

Die 200 Zuhörer erfuhren von der einstigen strategischen Bedeutung des Sperrwerks und über dem derzei-tigen Stand der Forschung.

Die Gästeliste war lang, denn neben den Stexwigern und Borgwedelern waren die Bürgermeister des Amtes Haddeby und der Nachbargemeinden Güby und Schleswig gekommen, die Landtagsabgeordnete Birte Pauls, die Holmer Fischer Harald Ross und Lorenz Fischer, Priörin Henny von Schiller, Wolfgang Schoofs von den Stadtwerken, die Vertreter des Wasserverbandes Treene, der Kirche und Vereine.

In seinem Grußwort hob auch Amtsvorsteher Ralf Feddersen die lebendige Gemeinschaft in „Stexwig, der Perle an der Schlei“,  hervor. Etwas Besonderes für das Dorf hatte Dorfchronist Manfred Tönsing mitgebracht: die Chronik des Dorfes Stexwig als Festschrift. Das „Timing“ der Fahrdorfer Shanty-Sänger war perfekt: mit einem Abendlied vor der vom Festzelt zu sehenden untergehenden Sonne über der Schlei beendeten sie den ersten Festtag.

Am Freitag wurde zu den Klängen der Haddebyer Jugendbläser der „Stexwig-Stein“ enthüllt. Auch hier waren wieder viele Stexwiger gekommen, um dabei zu sein. Am Nachmittag stellten sich die Vereine der Gemeinde vor: der Ortskulturring, die Feuerwehr und sein Förderverein, die Gilde zusammen mit den Sportschützen Güby-Borgwedel, die Seglervereine, der Ziegeleiverein, sie alle hatten für ein buntes Programm gesorgt.

Am Abend brachten die „Hardbirds“ den Jazz nach Stexwig zurück. Leuchtende Augen gab es bei vielen Jazz-Veteranen, die sich an die legenderen Jazz-Abende in der ehemaligen Kneipe „Stexwiger-Enge“ erinnerten. 1990 brannte das Lokal völlig ab. Mechthild Wichmann-Kramp und Helmut Klein von der „Galerie Stexwig“ stellten ihr Kunstprojekt „Stexwiger-Enge“ vor.

„Spiel ohne Grenzen“ hieß es am Freitagnachmittag. Hans-Werner Pansegrau und Christian Witt hatten mit ihren Helfern phantasievolle Spiele für jeweils kleine Gruppen vorbereitet.

Theaterstück „Wie Stexwig zu seinen Namen kam“

Beim Festball war, wie bei allen Veranstaltungen nicht nur das Festzelt gut gefüllt, sondern auch draußen am Strand wurde der milde helle Sommerabend genossen. Einer der Höhepunkte war das Theaterstück von Siegried Reinhold  in der plattdeutschen Überarbeitung von Peter Philipp: „Wie Stexwig zu seinen Namen kam“. Gunda Rühs hatte zehn Theaterspieler geworben, die mit viel Witz und Wikinger-Requesitien spielten. Inhaltlich ging das Stück auf das Seesperrwerk vor Stexwig zurück, an deren „Zollstation“ dem Zöllner aus dem Ort an der Schlei zugerufen wurde, wenn Gold oder Edelsteine konfiziert wurden: „Stex weg!“

Gottesdienst mit Pastor Witthold Chwastek am Ufer der Schlei

Ein besonderes Erlebnis war auch der Gottesdienst mit Pastor Witthold Chwastek am Ufer der Schlei. Am Himmel sang die Lerche, auf der Schlei segelten Boote, am Ufer sang die Gemeinde „Geh aus mein Herz und suche Freud“. Kritisch hinterfragte Katharina Peters beim Pastor den Liedtext in der heutigen Zeit.

Das Wikingerschiff Sygn im Stexwiger Hafen

Im Anschluss gab es den Frühschoppen mit der Amtfeuerwehrkapelle. Am Nachmittag standen die Kinder mit ihrem Fest im Mittelpunkt. Der Ortskultur-ring hatte nicht nur Samuel Fleps von „Machwerk“ eingeladen, sondern es gab noch ein weiteres Angebot für Jung und Alt: Segeln mit dem Wikingerschiff Sygn.  Mit seinem freundlichem Team versorgte die Firma „Speisemobil Dammin“ während der  Festtage all die Gäste.

Schon während der vielen Feiern am Strand wurde immer wieder ein Wunsch geäußert: Lasst uns in jedem Jahr ein fröhliches Fest am Strand feiern.

 


In den nächsten Tagen folgen weitere Bilder der 600-Jahr-Feier in Stexwig